Von Wohlfühlen und Entspannen ist man soweit entfernt wie ein kleiner Waschbär vom Nordpol. Die Gefühle sind nicht unter Kontrolle.
Manchmal fühlt man sich in der ersten Zeit der Trennung so als ob man Entzugserscheinungen hat, wenn man den Partner so extrem vermisst dass es körperliche Schmerzen bereitet.
Und tatsächlich – ich dachte andauernd an den Expartner und an nichts anderes, konnte nicht mehr schlafen und nicht mehr essen. Ich glaube, schlimmer als der Verlust waren eigentlich die veränderten Tagesabläufe – aber die Umstellung fiel mir so schwer und da musste ich durch. Ich hatte außerdem starke Schmerzen in den Armen.
Zuerst konnte meine Internistin mit einem pflanzlichen Schlafmittel helfen für die ersten 2 Wochen um mich nachts zu entspannen. Die Alpträume waren zwar noch da, aber ich wachte nicht mehr so oft davon auf.
Und dann erwiesen sich Homöopathie und eine Mischung aus Bachblüten als unterstützend. Davon kann keine Abhängigkeit entstehen und wenn das Mittel gut passt ist das ein angenehmer Beschleuniger im Umstellungsprozess.
Oft muss man sich als alleinerziehende(r) um zuviele dinge auf ein mal kümmern.
wenn man nicht alles schafft wie man es sich vorstellt – dann gibt es verschiedene optionen diesen spagat zwischen soll- und ist-zustand zu lösen:
Ich probiers immer zuerst mit Lösung 1, “ein paar Brickets auflegen, den Turbo zuschalten” schneller werden, fleissiger sein etc.
Und regelmäßig zeigen sich nur kurzfristig Vorteile. Meine Fehlerquote steigt, ich vergesse Dinge.
Also würde ich empfehlen das bewusst nur über kurze Zeitstrecken – als Turbo sozusagen – so zu machen.
Und das Große und Ganze sauber zu planen. Also nachzudenken wo die Zeitfresser liegen, wer mich viel Zeit kostet – immer wieder und meist plötzlich – und wo ich für meine investierte Zeit im Gegenzug nicht genug zurück bekomme.
Sozusagen wenn ein Zeit-Tausch (ich helf Dir und Du hilfst mir) nicht klappt. Zum Beispiel wenn man mit anderen die Kinder im Austausch betreut oder sich gegenseitig Gefälligkeiten erweist. Da muss die Bilanz grundsätzlich stimmen. Auch wenn ich mich bei Jemandem manchmal ausweinen darf, aber der dafür viel mehr meiner Zeit und Nerven beansprucht oder dominant in meinem Leben mitwirkt und ich nicht mehr selbst der “Regisseur” meines Lebens bin. Das sofort unterbinden. Es findet sich immer eine andere Lösung, wenn auch nicht sofort – aber ganz sicher!
Es ist auch besser – denke ich heute, nachdem ich es anders gemacht hatte – finanziell kürzer zu treten und dafür mehr Zeit zu haben für die Kinder, die auch leiden unter einer Trennungssituation.
Gemütlicher, mehr Zeit, gemeinsam durch die Krise.
Klar ist die Angst groß vor einem “sozialen Abstieg”, aber das lässt sich wieder ändern wenn wieder Zeit ist für mehr Zeitinvest in den Job. Was nicht mehr änderbar ist, sind die Gefühle der Einsamkeit oder die gemeinsamen Erlebnisse, die zusammen schweissen.
Ganz wichtig ist, die Energielöcher und Zeitfresser zu finden und zu eliminieren, denn das ist vergeudete Energie. In der Motivationspsychologie und bei der Karriereplanung gehen Profis so vor:
Man legt die persönlichen Ziele fest und plant dann was man dafür tun muss um die Ziele zu erreichen und was man weglässt, weil es nachgeordnet wichtig ist und zuviel Energie kostet im Verhältnis zum Nutzen.
Dazu werde ich hier auch nochmals einen Artikel schreiben später.
Zunächst möchte ich Ihnen das Buch von Lothar Seiwert “Mehr Zeit fürs Glück” empfehlen. Da sind grundsätzliche Gedanken in schöner Form aufbereitet, wie das bei den GU-Büchern (Gräfe Unzer Verlag) so toll gemacht ist. Listen um sich klar zu werden über Ziele.
Mir hat das Buch wahnsinnig geholfen, es war meine erste Berührung mit der Idee mein Leben sei planbar.
übrigens, da fällt mir noch etwas ein, was halten sie davon?:
gehen Sie mit den kindern in die stadtbibliothek und leihen sie das buch aus – kostet nichts, die kinder haben ja immer duch die schule bibliotheksausweise. sie können auch gemeinsam in der bibliothek spielen – in münchen haben wir auch immer gemütliche leseeckenin den stadtteilbibliotheken und es gibt aktuelle zeitschriften. das ist ein netter gemeinsamer nachmittag.
oder zum beispiel samstags: bei hugendubel und anderen buchläden – das buch gemütlich in der leseecke durchstöbern ob es ihren geschmack trifft – sie können bücher zur ansicht vorbestellen und auch andere titel anlesen. die kinder schmökern derweil in kinderbüchern.
und: bücher gebraucht kaufen bei amazon, gemütlich bestellen übers internet.
Ihr Leben ist planbar! Auch wenn manchmal unerwartet eine Krise geschieht wie momentan, aber danach geht es weiter. Die Krise ist der Moment um Inne zu halten und zu prüfen ob etwas geändert werden sollte. Dafür brauchen sie Zeit.
Gerade in einer Trennungsphase sollte man sich ablenken, warum dann nicht mit einem guten DVD?
Ich kann den Film “Und dann kam Polly” mit Ben Stiller empfehlen, weil er so witzig ist. Außerdem noch “Sex and the City” der Film, wobei der schon sehr beziehungslastig ist. Aber welcher Film ist das schon nicht. Sogar die James Bond Filme haben Beziehungsstress beinhaltet. Auch sehr schön ist “Die Liebe in den Zeiten der Cholera”.
als kind malte ich immer gerne um meine gedanken zu ordnen – natürlich unbewusst, aber es hat geholfen mich gut zu fühlen.
beim malen mit pinsel, schwamm und fingern, mit acrylfarbe auf leinwand und mit pastellkreide fühle ich mich immer noch sehr wohl. die lust zum malen kommt manchmal während eines spaziergangs oder abends statt fernsehen oder wenn ich samstags aus der überfüllten stadt heimkomme und einfach meine ruhe brauche. oder wenn ich ausgegangen bin und der abend enttäuschend war.
die kreative atmosphäre schaffe ich mir so:
ich sorge für schöne musik, die meiner stimmung entspricht, ziehe etwas bequemes an, manchmal habe ich mir schöne blumen im raum hingestellt oder lasse das licht durch die geöffneten fenster herein fluten.
auf dem tisch sortiere ich meine vielen farben oder ich setze mich mal auf den boden und breite alles um mich herum aus. dazu etwas zu knabbern, vielleicht eine karaffe mit frischen trinkwasser und duftenden zitronenscheiben darin zum trinken.
malen auf großer leinwand ist auch ein körperlich aktiver prozess – finde ich. aufhören? erst wenn ich müde und glücklich bin oder total hungrig.
Wäre malen etwas für Sie, das Ihnen Freude machen könnte?
1 fertig aufgespannte Leinwand, 60 x 60 cm zum Beispiel, 3-5 Tuben gute Acrylfarbe, 1 dicker Pinsel und ein feiner Pinsel, ein Haushaltsschwamm zum Verreiben der Farbe und ein paar Pastellkreiden um Striche in die fast trockene Acrylfarbe zu graben und mit den Fingern Übergänge zu verreiben. Reicht schon aus.
Sie können dann immer wieder Schichten darüber setzen wenn sie wollen, richtig expressiv.
Schön sind auch Blautöne für den Anfang, etwas Gün dazu und ein wenig Lila. Meeresfarben. Ein wenig weisse Kreide für die Gischt vielleicht noch.
Oder viele energiegeladene Rottöne – von Orange bis Stierblutrot. Dazu etwas Gold und ein wenig schwarz.
Bin gespannt was Ihnen einfällt.
“du musst dem glück den weg ebnen, damit es zu dir kommen kann”
- sagte mir eine freundin.
bei einer scheidung oder trennung hat man plötzlich zeit für sich selbst, ganz unerwartet.
zeit, die man vorher mit dem partner verbracht hat. klar, man unternimmt etwas mit freunden zunächst, aber man fühlt sich eventuell nicht so wohl dabei, weil man vorher gemeinsam mit dem partner und den freunden unterwegs war.
also verbringt man – grad am anfang nach einer trennung – mehr zeit mit sich selbst allein – und grübelt dann oder erledigt alles mögliche und schafft es nicht die zeit mit angenehmen inhalten ganz für mich selbst zu füllen und anschließend erholt zu sein.
besonders wenn man eine familie versorgt, muss man erst wieder lernen herauszufinden was mir ganz persönlich freude macht wenn ich plötzlich mal wieder zeit für mich habe. das trifft auch zu für mamas, deren kinder flügge werden. eine sinnkrise – man wird nicht mehr gebraucht – und gleichzeitig soll man heraus finden was man mag, nachdem man jahrelang jede minute mit dringlichem gefüllt hat und alles im griff hatte.
ich konnte mich zuerst nicht entspannen, so ging es mir und es dauerte einige monate, bis ich verschiedene dinge ausprobierte und zu einer inneren ruhe fand und aufhörte dauernd etwas zu erledigen anstatt mal im park spazieren zu gehen.
erprobte tipps schreibe ich in dieser kategorie auf und freu mich auf euer feedback und eure vorschläge zu diesem thema.
liebe grüße, uli
ps: ich gehe jetzt in den park