22. Jul. 09. posted by uli

Trennung – und Auswirkung im privaten Umfeld

Wird man als Frau plötzlich Single – dann hat man oft viele bis dahin befreundete Ehefrauen gegen sich. Erstaunlicherweise denken viele Frauen im Umfeld, dass nun ihr “Ernährer” geentert wird von der Single-Frau und dass sie ihn verlieren.

Unglaublich – aber alltäglich ist diese Veränderung im Privatleben.
Und brave Ehemänner haben Angst, dass ihre Frau nun auch vom Trennungsfieber angesteckt wird und sie häuslichen Unfrieden oder gar eine Trennung befürchten müssen.

Das Thema Trennung/ Scheidung ist also völlig Angst besetzt – und dabei wird beinahe jede zweite Ehe geschieden. Bei dieser Gelegenheit bemerke ich wieder, dass die Ehe eine Wirtschaftsgemeinschaft ist und es um massive Interessen geht.

Ich hoffe sehr, dass – ähnlich Sportgemeinschaften und Stillgruppen – auch Teams von Menschen in Trennung/ Scheidung gegründet werden um sich gegenseitig Halt und Geborgenheit in einer Gemeinschaft zu geben. Denn mit der Trennung verliert man oft einen Teil des Freundeskreises oder bekommt von Mitgliedern der Verwandtschaft wenig aufmunternde Kommentare zu hören.

Wenn Sie Interesse haben Teil einer Gemeinschaft von Menschen in Trennung zu werden – vielleicht finden sich genug Teammitglieder für einen wöchentlichen Treff und für gemeinsame Aktivitäten – dann schreiben Sie doch einen Kommentar hier anschließend oder senden Sie uns eine Mail mit Ihren Erreichbarkeiten.

Eventuell können wir das organisieren.

Kommentare

  • rk-f · Ich bin zum dritten mal verheiratet und folglich zweimal geschieden ... Was ich festgestellt zu haben glaube, ist, dass zum einen das Alter gegen einen spielt. Man löst sich schwieriger aus Denkmustern. Zum anderen scheint deshalb wohl schwieriger zu sein, neue Kontakte zu knüpfen, wenn man 40+ ist, als wenn man noch nicht mal 30 erreicht hat (obwohl das auch schon ein Alter ist!) - wahrscheinlich weil man verlernt hat, wie man das macht. Was ich für mich gelernt habe, und es mag sein, dass es wirklich nur für mich gilt, ist, dass ich "Schmerz" nicht oder nur wenig zulasse. Der Kontakt mit anderen, "Gleichbedrückten" hätte mich in die Irrenanstalt geführt. Nein, ich habe mich nur ein bissel in die Arbeit gestürtzt, vor allem aber hab ich an meiner Fähigkeit gearbeitet, neue Kontakte life zu knüpfen - obwohl, neuerdings wie ich höre macht man das ja über Handy ... :-) übrigens, in Großstädten hat die Scheidungsrate längst die zwei-Drittel-Marke erreicht - gemessen an der Zahl scheint also die Scheidung das Normale zu sein ... rk-f http://www.rk-f.me
  • Uli · Hallo RK-F, wow - Du bist mir einen Schritt voraus, hast Dich in die dritte Ehe getraut. Sehr klasse, das freut mich sehr für Dich! Ja, geht mir wie Dir - ich bin abklingend noch in der Phase "in die Arbeit stürzen" und langsam reicht es mir damit und ich möchte mehr und sinnvolles Privatleben haben. Das mit dem Bedrücktsein kenn ich auch, aber ich kenne auch aktive und machmal euphorische und Phasen bei mir und mir sind Gruppen ein Greuel die gedrückte Stimmung verströmen. Das kenn ich von machen Klein-Selbständigen-Netzwerken. Da geh ich nach einer Veranstaltung raus und atme erst mal tief durch und denke mir "ganz schnell verdrängen - nie wieder hingehen" - oder das hab ich auch mal erlebt in einem pseudo-elitären Fitnessstudio hier in München wo ich mich absolut wie ein Underdog gefühlt habe wegen der Arroganz der Mitglieder. Schnell raus und nie wieder. Ich meine, wenn Gruppen gut moderiert werden und sorgfältig ausgesucht wird wer hinein darf, dann kann man das Bestmögliche daraus machen. Hältst Du das für eine Möglichkeit? Also Menschen in die Gruppe aufzunehmen die nicht nur in schwarze Wolken gestimmt sind. Und dann als Moderation auf positive Entwicklung der Gespräche achten so gut es geht.
  • Uli · Hallo RK-F, wow - Du bist mir einen Schritt voraus, hast Dich in die dritte Ehe getraut. Sehr klasse, das freut mich sehr für Dich! Ja, geht mir wie Dir - ich bin abklingend noch in der Phase "in die Arbeit stürzen" und langsam reicht es mir damit und ich möchte mehr und sinnvolles Privatleben haben. Das mit dem Bedrücktsein kenn ich auch, aber ich kenne auch aktive und machmal euphorische und Phasen bei mir und mir sind Gruppen ein Greuel die gedrückte Stimmung verströmen. Das kenn ich von machen Klein-Selbständigen-Netzwerken. Da geh ich nach einer Veranstaltung raus und atme erst mal tief durch und denke mir "ganz schnell verdrängen - nie wieder hingehen" - oder das hab ich auch mal erlebt in einem pseudo-elitären Fitnessstudio hier in München wo ich mich absolut wie ein Underdog gefühlt habe wegen der Arroganz der Mitglieder. Schnell raus und nie wieder. Ich meine, wenn Gruppen gut moderiert werden und sorgfältig ausgesucht wird wer hinein darf, dann kann man das Bestmögliche daraus machen. Hältst Du das für eine Möglichkeit? Also Menschen in die Gruppe aufzunehmen die nicht nur in schwarze Wolken gestimmt sind. Und dann als Moderation auf positive Entwicklung der Gespräche achten so gut es geht.