23. Aug. 09. posted by uli

Homöopathie und Bachblüten

Von Wohlfühlen und Entspannen ist man soweit entfernt wie ein kleiner Waschbär vom Nordpol. Die Gefühle sind nicht unter Kontrolle.

Manchmal fühlt man sich in der ersten Zeit der Trennung so als ob man Entzugserscheinungen hat, wenn man den Partner so extrem vermisst dass es körperliche Schmerzen bereitet.

Und tatsächlich – ich dachte andauernd an den Expartner und an nichts anderes, konnte nicht mehr schlafen und nicht mehr essen. Ich glaube, schlimmer als der Verlust waren eigentlich die veränderten Tagesabläufe – aber die Umstellung fiel mir so schwer und da musste ich durch. Ich hatte außerdem starke Schmerzen in den Armen.

Zuerst konnte meine Internistin mit einem pflanzlichen Schlafmittel helfen für die ersten 2 Wochen um mich nachts zu entspannen. Die Alpträume waren zwar noch da, aber ich wachte nicht mehr so oft davon auf.

Und dann erwiesen sich Homöopathie und eine Mischung aus Bachblüten als unterstützend. Davon kann keine Abhängigkeit entstehen und wenn das Mittel gut passt ist das ein angenehmer Beschleuniger im Umstellungsprozess.

14. Aug. 09. posted by uli

Selbstbild und Fremdbild – Ihr Outfit

Grad wenns mir nicht gut geht, ziehe ich Lieblingsklamotten an. Das macht wahrscheinlich jeder so, oder? Kuschlige, weiche Kleidungsstücke wie meine Lieblingssweatjacke und eine Hose mit vielen aufgesetzten Taschen. Ein langes Tshirt mit ein paar kleinen Löchern drin. “Wegschmeissen”, meint meine Tochter. “Wohlfühlen”, meine ich.

Wenn ein Mann da wäre, würde ich natürlich nicht so rumlaufen, aber das sind einfach meine Lieblingsklamotten,  – ein echter Vorteil des Alleinseins, weil niemand meckern kann, dass “Du Dich gehen lässt”. Sieht ja keiner.

NAJA, manchmal geh ich schnell die Katze reinholen oder muss mal in den Keller (und zieh mich nicht um) – und ich glaube die Nachbarn die mich so sehen denken “naja”. Ist mir auch peinlich, aber nicht peinlich genug, sonst würde ichs ja ändern. Eigentlich ist es mir sogar egal.

SO, aber so kanns ja nicht sein, denn wir werden alle immer auch nach unserer Fassade gemessen. “Kleider machen Leute” haben Sie auch schon mal gehört. Manche Menschen tragen immer Sacco, auch einige Frauen meines Frauennetzwerkes kommen zum abendlichen Plaudern im Ernst im Jackett. Das sind die Typen mit einem Machtanspruch denk ich mir, aber das sind auch die, die frech auftreten und gerne andere übergehen. Jedenfalls signalisiert ihr Outfit “Du, nehm Dich in acht – ich kann unangenehm werden, ich komm nicht gemütlich daher”.

Ich hab mal gelesen, dass Kinder deshalb so gerne Monster und komische Figuren mögen, weil sie sich stärker fühlen, wenn sie sich mit mächtigen Figuren identifizieren. Vielleicht ist es eine Überlegung wert sich in Zeiten, in denen man sich nicht gut fühlt, eine weniger gemütliche Aussenwirkung über zu ziehen um auf optischem Weg Respekt zu verlangen.

Es ist eine Überlegung wert die eigene Signalwirkung zu überdenken. Was meinen Sie?